Der Ortsverband feiert sein 50–jähriges Bestehen. Wenn sich keine weiteren Ehrenamtlichen finden lassen, könnte das bald das Ende des Biberacher Kinderschutzbunds sein.
Für den Kinderschutzbund Biberach ist das Jahr 2023 ein entscheidendes. Zum einen gibt es einen großen Grund zur Freude, denn der Ortsverband Biberach feiert dieses Jahr sein 50–jähriges Bestehen. Andererseits könnte es aber auch bald das Ende des Kinderschutzbunds bedeuten, wenn sich nicht weitere Ehrenamtliche für die Rechte der Kleinsten in Biberach einsetzen möchten.
Wir haben so viele Pläne, aber leider fehlt uns die nötige Manpower.“Pauline Billwiller
„Wir haben so viele Pläne, aber leider fehlt uns die nötige Manpower“, sagt Pauline Billwiller, stellvertretende Vorsitzende. „Es fehlt uns dabei nicht nur an Mitgliedern, sondern vor allem auch an Ehrenamtlichen für den Vorstand.“
45 Jahre lang war Mabel Engler im Kinderschutzbund Biberach aktiv, davon 16 Jahre als Vorsitzende. Als sie im November 2022 nach langer Krankheit überraschend verstarb, stellte das den Ortsverband vor neue Herausforderungen. Zum einen trauerten sie um ihre Vorsitzende, die ihr ganzes Leben der Kinder– und Jugendarbeit widmete und zum anderen sollte es aber auch weitergehen. „Der Kinderschutzbund ist sehr wichtig für die Stadt. Wir haben das Gefühl, dass unsere Arbeit auch durch die Corona–Pandemie noch mehr an Bedeutung gewonnen hat“, sagt Pauline Billwiller. „Viele Kinder sind lethargisch, teilweise auch übergewichtig, wir wollen sie da rausholen und zeigen, was ihre Stadt und das Leben ihnen zu bieten hat.“
Veröffentlicht:19.06.2023, 11:50, Schwäbische Zeitung